Mein Auslandstagebuch - Teil 1 PDF Drucken
DER KULTURAUSTAUSCH BLIEB VORERST AUScl.-schmidt-web
Im vergangenen Jahr berichtete Denise Schumacher regelmäßig über ihre Erlebnisse aus den USA. Wir setzen diese Reihe fort. In der Folgezeit berichtet Claudia Schmidt aus Großbritannien.
Ende 2008 beschloss ich, nach meinem Abitur am Gymnasium Wandlitz für neun Monate nach England zu gehen, um meine Englischsprachkenntnisse zu verbessern, Land, Kultur und neue Leute kennen zu lernen. Als Art der Unterbringung wählte ich die Gastfamilie, weil ich mir davon erhoffte, in den englischen Familienalltag integriert zu werden.
Am 16. September war es dann so weit. Der Abschied von meiner Familie, meinem Freund und einigen engen Freunden fiel mir sehr schwer.
Am Flughafen Heathrow angekommen, brachte ein Mitarbeiter meiner Organisation drei andere Mädchen und mich zu unseren Gastfamilien. So konnte man sich schon im Auto über die verschiedenen Eindrücke und Vorstellungen austauschen. Ich wurde in einem kleinen Örtchen namens Welling (östlich Londons) abgesetzt.
Dort wurde ich von meinem Gastvater Dave und dem Familienhund Teddy sehr aufgeregt empfangen. Später lernte ich auch meine Gastmutter Jackie, die drei Kinder, sowie meine schwedische Zimmergenossin Alva kennen.
Etwas enttäuscht darüber war ich, dass die Kinder mir gegenüber kein Interesse zeigten und auch mein Gastgeschenk aus Deutschland nach Tagen noch unberührt auf dem Tisch lag.
Mein Zimmer, das ich mir mit Alva teilte, war geschätzte fünf Quadratmeter groß. Ich hatte also kaum Platz, um meine Sachen zu verstauen.
Am Abend gab es warmes, selbstgemachtes Essen, was mir sehr gut gefiel, da ich von Freunden gehört habe, dass sie nur Fertigprodukte serviert bekommen.
Da die Familie zusammen im Wohnzimmer auf der Couch gegessen hat und dort kein Platz mehr war, haben Alva und ich auf unseren Betten in unserem Zimmer gegessen. Den Kulturaustausch, den ich mir erhoffte, habe ich somit auch eher mäßig erlebt. Mir war schon nach den ersten Stunden klar, dass ich in dieser Umgebung nicht die restlichen neun Monate bleiben will, also zog ich fünf Tage später in ein von der Organisation angebotenes Studentenwohnheim im Herzen Londons.
Meine Schule gefällt mir recht gut. Die Klassenräume sind zwar sehr klein, jedoch haben wir eine Cafeteria und eine super Lehrerin. Sie gestaltet den Unterricht sehr abwechslungsreich, so dass es nie langweilig wird und ich sogar gern morgens aufstehe, um zur Schule zu gehen.
Mit meinen Klassenkameraden verstehe ich mich sehr gut, wir haben viel Spaß miteinander und es gibt immer eine Menge zu lachen.
Meine Mitschüler kommen aus den unterschiedlichsten Ländern wie z.B. der Schweiz, Italien, Japan, Brasilien, Dänemark oder Venezuela.
Ich bin froh, dass ich nun im Studentenwohnheim in einer Wohnung mit fünf anderen Mädchen wohne, denn so ist immer Leben in der Bude.
Ich bin gespannt darauf, was in der nächsten Zeit noch auf mich zu kommt und wie sich meine Englischkenntnisse entwickeln werden.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 2. Dezember 2009 )
 
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