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Für kinderfreundliche Spielplätze (Nr. 28) PDF Drucken
nicht-erbaulichÜberlegungen zu den Anregungen der „Elterninitiative für Kinder der Gemeinde Wandlitz/Ortsteil Wandlitz“
Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist: Es gibt in Wandlitz tatsächlich drei Spielplätze. Zwei davon befinden sich
in Wandlitz-Dorf in der Karl-Liebknecht-Straße, versteckt hinter Wohngebäuden und in der Kirchstraße neben der Wandlitzer Feuerwehr. Ein dritter so genannter Spielplatz liegt im Bereichhinter-volksbank Wandlitzsee hinter dem Parkplatz der Volksbank.
Die Ausstattung dieser Spielplätze ähnelt sich mehr oder weniger. Es gibt Wippen, ein Stufenreck, Tischtennisplatten, eine Schaukelanlage, kleine Holzbauten, ein Karussell und Bänke. Von einer spannenden Spielplatzgestaltung kann man da kaum sprechen.
Bereits in der sogenannten „Spielplatzkonzeption“ der Gemeinde Wandlitz von 2007, die eher als Bestandsaufnahme einer unbefriedigenden Situation zu bewerten ist, wurde vermerkt:
trostlos„Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die Spielplätze bisher ohne Einbeziehung der Nutzer (Kinder, Jugendliche und Eltern) errichtet wurden“. Die vorhandene Ausstattung der Spielflächen (auch mit neuen Spielelementen) ist in ihrer Auswahl und Anordnung offensichtlich überaltert. Gemäß Einschätzung der beschmendSpielplatzkonzeption sind die vorhandenen Spielflächen im Ortsteil Wandlitz nutzbar für die Altersgruppe von Kindern zwischen zwei bis zwölf Jahren. Und das, wo nicht auf einem der drei Spielplätze ein Buddelkasten für Kleinkinder vorhanden ist. Für die Beschäftigung der Generation ab zwölf Jahren wird offensichtlich das Vorhandensein einer Tischtennisplatte als ausreichend betrachtet.
Die gesetzlichen Grundlagen und Normen (ja, die gibt es auch für Spielplätze: DIN 18034) fordern eine naturnahe Spielplatzgestaltung, kreative Räume zum Entdecken und Verändern und soziale Kommunikation in Spiel und Sport. Das Treffen von Gleichaltrigen, die Aneignung von umfassenden sozialen Erfahrungen durch das selbständige Spiel sollen gefördert werden, und das ist nicht allein durch den Aufenthalt im elterlichen Garten möglich. Kinder erschließen sich ihre Welt über Bewegungen, körperliche Sinneserfahrungen. Daher sollten die zu planenden Spielplätze alle Sinne der Kinder - Riechen, Schmecken, Hören, Drehen, Wälzen, Rollen, Tasten, Greifen, Hängen, Schwingen, Wippen und Balancieren – anregen und fordern (siehe „Spielplätze und Freiräume zum Spielen. Ein Handbuch für die Praxis“ von Agde, Degünther und Hünnekes; Beuth-Verlag 2002).

Anforderungen an Spielplätze

vielfalt_in_der_wandlitzer_grundschule-klDie Brandenburger Bauordnung lässt ihren Gemeinden einen relativ großen Spielraum bei der Festlegung von Orts-Satzungen zur Größe, Lage und Ausstattung von Kinderspielplätzen. Überwiegend wird sich aber im Brandenburger Land auf die inhaltlichen Vorgaben der Verwaltungsvorschriften zur Brandenburger Bauordnung (Geltungsbereich: private Spielplätze) gestützt. Die Größe eines Spielplatzes ist hier wie folgt zu bemessen: ein Quadratmeter je Bewohner. Dies würde für die Gemeinde Wandlitz einen Spielplatzbereich von zirka 21.000 Quadratmetern und im Ortsteil Wandlitz von zirka 5.300 Quadratmetern entsprechen. Die drei vorhandenen Spielplätze im Ortsteil Wandlitz beanspruchen derzeit eine Fläche von rund 2.000 Quadratmetern. Zudem sollten die Spielplätze, so die Empfehlung, in Flächen für Kleinkinder, für Kinder von sechs bis zwölf Jahren und in Bolzplätze für Jungendliche unterschieden werden.
Nach Meinung des Bürgermeisters Tiepelmann entgehe der fordernden Elterninitiative, „welche Anstrengungen die Gemeinde Wandlitz in den vergangenen Jahren unternommen hat und auch gegenwärtig unternimmt, um die Lebenssituation für Kinder und Jugendliche im Gemeindegebiet … zu verbessern“. Sicher, es gibt umfangreiche Bemühungen im Bereich des Neubaus von Kitas, Schulen und Sportstätten. Aber ein wesentlicher Bestandteil des Lebens von Kindern ist Spielen und zwar Spielen in Räumen, die ihnen langfristig auch eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung ermöglicht. Es ist nicht unberechtigt, nach Betrachtung der im Ort vorhandenen Spielflächen, dass hier eine deutliche Verbesserung der Situation gefordert wird.
Frau Nesnau vertritt die Interessen von 300 weiteren Eltern, die für ihre Kinder keine adäquaten Spielflächen in der Gemeinde Wandlitz sehen. Für einige Eltern ist die desolate Spielplatzsituation im Ort bereits ein Grund, der Gemeinde kurzfristig wieder den Rücken zu kehren und ein wohnlicheres Umfeld für das Aufwachsen ihrer Kinder zu suchen!
„Mein Kind möchte am Wochenende und nach der Schule auf den Spielplatz, mit anderen Kindern spielen und toben, aber das ist auf den vorhanden Spielplätzen weder reizvoll noch attraktiv!“
Ein Vorschlag der Elterninitiative beinhaltet z. B. den ganzjährigen kostenlosen Zugang zum Gemeindespielplatz des Wandlitzer Strandbades durch zu ergänzende intelligente Abgrenzungsmaßnahmen. Eine Idee, die im Übrigen bereits im Ausschuss für Bildung, Jugend, Kitas und Sport 2007 in der Diskussion zur Spielplatzkonzeption vorgeschlagen wurde. Bereits damals wurde betont, dass die Kinder und Jugendlichen nach Auswertung von Fragebögen eine Verbesserung des Spielangebotes in Form von Abenteuer- und Waldspielplätzen wünschen.
 
Ihre Meinung ist gefragt!
Frau Nesnau fordert im Namen der Elterninitiative eine Abkehr von der gemeindlichen Schwerpunktsetzung im Bereich des Straßenbaus. Die Gemeinde Wandlitz sollte insgesamt und auch mit ihren Spielangeboten kinderfreundlicher werden.
Neben der längst überfälligen Sanierung zweier bestehender Spielplätze im OT Wandlitz, die im Frühjahr 2010 geplant ist, sollte das Spielangebot im OT Wandlitz um einen neuen großen Spielplatz erweitert werden, der verschiedenen Altersgruppen gerecht wird.
Das ist Anlass, Ihnen liebe Eltern, folgende Fragen zu stellen:

Wo soll sich ein neuer Spielplatz für alle Kinder oder die jeweilige Altersgruppe befinden (zentral, in Angrenzung an vorhandene Schul- oder Kitagebäude usw.)?

Befriedigen die vorhandenen Spielplätze die Bedürfnisse von Kindern und Eltern?

Wie sollte der Spielplatz gestaltet sein, um alle Sinne der Kinder zu entwickeln?


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Dr. Jana Radant
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 5. Februar 2010 )
 
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