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Die Straßenbäume sind weg (Nr. 29) PDF Drucken
ohne-baum-webAusbau der Bundesstraße 109 in der Ortsdurchfahrt – Informationsveranstaltung für die Bürger
Ortsvorsteherin Margot Ziebarth hatte die Anwohner
und Interessenten zu einer Veranstaltung über das umfangreiche Bauvorhaben geladen und zirka 180 Bewohner kamen in die Sporthalle des Ortes. Es waren überwiegend Bürger im älterem Lebensalter, die wissen wollten, was in den nächsten Wochen und Monaten passiert und was es kosten wird.
Der Landesbetrieb Straßenwesen informierte über den Straßenbau, der Niederbarnimer Wasser- und Abwasserverband (NWA) über die Verlegung der Leitung zur Schmutzwassererschließung und die Verwaltung der Gemeinde Wandlitz über die vorgesehene Erneuerung der Straßenbeleuchtung. Durch die Gemeinde wurden Aussagen über die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen und die Herstellung der Zufahrten zwischen Straße und Grundstücksgrenze getroffen. Der NWA ergänzte mit Informationen zu den
Anschlussbeiträgen und Gebühren. Für viele Zuhörer war die Auskunft über den Zeitrahmen wichtig. Ab Ende März erfolgt die Vollsperrung der Bundesstraße bis Ende Oktober 2010. Nur mit der Vollsperrung ist der Termin für den Tief- und Straßenbau einhaltbar. Die Konsequenzen für die Anwohner und im Besonderen für die Gewerbetreibenden einschließlich der Tankstelle sind schwerwiegend und erfordern eine Einstellung auf immer wieder wechselnde Gegebenheiten. Beeindruckend war, dass die anwesenden Einwohner sich relativ ruhig zu den geforderten Einschränkungen und Bedingungen in der Bauphase verhielten, zumal doch nicht alle Aspekte überschaubar waren. Zwei Abschnitte des Straßenverlaimgp0940-webufes, der zukünftige Brückenabschnitt in der Ortsmitte am Kanal und der nördliche Ortsausgang als Kreisverkehr, sollen zu einem späteren Zeitpunkt umgebaut werden.
Die Anforderungen an wohl alle Bewohner von Zerpenschleuse und ihre Gäste ist sehr beachtlich, weil letztlich auch die Bewohner aus den Seitenstraßen betroffen sein werden. Das ganze Vorhaben wird nur mit gegenseitiger Rücksichtsnahme zu bewältigen sein. Vor dem Straßenbau und dem Beginn der Arbeiten wurden im März die 63 zum Teil sehr starkwüchsigen Bäume gefällt. Die Ersatzpflanzung der 135 Bäume soll im Jahr 2011 erfolgen.
Nach den Hauptarbeiten des Tief- und Straßenbau und dessen Abschluss, erfolgen nach Freigabe der zentralen Abwasserleitung und der Pumpstationen die Anschlussarbeiten auf den Grundstücken. Diese können sich je nach der Wetterlage bis in das Jahr 2011 hinziehen.
Bei der Darlegung der Kosten für die Anlieger wurden durch die Vertreter der Gemeinde und des NWA viele Detailzahlen genannt. Eine Beispielrechnung, aus der die Betroffenen eine Größenordnung hätten ableiten können, blieb man schuldig. Unsere Berechnung: Für den kombinierten Geh- und Radweg sowie die Straßenbeleuchtung werden Kosten in Höhe von zirka 1.800 Euro anfallen. Die Zufahrt von der Straße bis zur Grundstücksgrenze mit vier Metern ergibt einen Betrag von zirka 1.000 Euro. Der Abwasseranschluss kostet zirka 2.500 Euro. Diese Werte sind eine durchschnittliche Orientierungsgröße und besser als eine Spekulation.
Bernhard George, der nicht nur hemdsärmlich erschien sondern auch so auftrat, tat sich mal wieder mit einem Affront hervor: „Falls jemand schreiben kann, dann kann er sich ja mal folgende Zahlen notieren…“. Und um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, wiederholte er im letzten Amtsblatt sinngemäß: “Falls jemand keinen Zettel bei sich hatte, hier noch einmal die Zahlen.“ Die Geduld der Einwohner von Zerpenschleuse verdient Respekt.
Wolfgang Weidler
Letzte Aktualisierung ( Montag, 29. März 2010 )
 
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