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Mein Auslandstagebuch Teil IV (Nr. 30) PDF Drucken
Die letzten Wochen in London dsc_0794web
Seit Mitte März absolviere ich mein Praktikum in der Londoner Firma CrazyCowEvents. Diese Bezeichnung passt meiner Meinung nach sehr gut zur Firma mit ihren vier Mitarbeiterinnen, denn diese sind im wahrsten Sinne des Wortes schon etwas verrückt.
Sitz der Firma ist ein kleines Zimmer in einem großen Bürokomplex direkt an der Themse. Primär geht es darum, dass wir als Vermittler zwischen Kunde und Veranstalter agieren. Das heißt, wir bekommen verschiedene Anfragen z.B. für Geburtstagsparties oder Geschäftstreffen und suchen dann entsprechend der Kriterien des Kunden einen dafür passenden Veranstaltungsort, wie z.B. ein Pub, Restaurant oder Club in London.
Meine wirklich netten, liebenswürdigen und aufgeschlossenen Kolleginnen, die für sämtliche Fragen meinerseits immer ein offenes Ohr haben, haben mir den Einstieg ins Praktikum sehr leicht gemacht. Das ist, nach den Praktika-Erfahrungen meiner Freunde in den verschiedensten Firmen zu urteilen, keineswegs die Regel hier.
Vom Alter her ist es ein relativ junges Team; zwei Kolleginnen sind 23 Jahre, eine 18 Jahre alt und unsere Chefin, die vor zirka zwölf Jahren aus Südafrika nach London zog, ist geschätzte Anfang 30.
Mittlerweile habe ich mich sehr gut eingearbeitet und erledige die gleichen Aufgaben wie meine Kollegen, und damit ich auch mal etwas anderes als den grauen Büroalltag erlebe, werde ich zu anstehenden Veranstaltungen - meist abends - auch immer mitgenommen. Auf diese Art und Weise komme ich in den Genuss, das Londoner Nachtleben kennen zulernen.
Was mir jedoch anfangs etwas fremd war, ist die Gepflogenheit, dass man sich zu Beginn eines Telefonates nicht vorstellt, sondern das Gespräch erst einmal mit seinem Anliegen eröffnet. Dies ist schon gewöhnungsbedürftig; aber andere Länder, andere Sitten.
img_2359webWährend der Osterfeiertage unternahm ich mit meiner Familie, die mich für einige Tage hier besuchte, einen Tagesausflug nach Wales (ich berichtete bereits in meinem letzten Beitrag darüber). Mit dem Zug ging es von Paddington Station nach Swansea, Wales. Nach zirka zweieinhalb Stunden Fahrzeit hatten wir unser Ziel erreicht. Bei strahlendem Sonnenschein machten wir einen langen Strandspaziergang, und von einem kleinen Cafe aus genossen wir bei leckerem Kuchen die herrliche Aussicht auf den Atlantik.
In jeder Hinsicht war das ein lohnenswerter Ausflug.
Nun freue ich mich aber doch schon wieder sehr auf zu Hause, gerade auch, weil sich das Zusammenleben mit den Französinnen in unserer Wohnung hier von Tag zu Tag schwieriger gestaltet. Die neun Monate in London waren wirklich eine wertvolle Erfahrung für mich, ich konnte mein Englisch maßgeblich verbessern sowie meine Kenntnisse im Bereich Eventmanagement ausbauen. Die Erfahrungen im Ausland haben mir auch persönlich unbeschreiblich viel gebracht. Ich konnte meinen Horizont in vielerlei Hinsicht erweitern und habe viele neue Freunde gefunden. Trotz allem habe ich aber vor allem eines gelernt: zu Hause ist es doch am Schönsten.
Claudia Schmidt
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 2. Juni 2010 )
 
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