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Gute Zähne bis ins hohe Alter (Nr. 32) PDF Drucken
dr.-uwe-deutrichHinter Wandlitz, am Ortseingang von Zühlsdorf, befindet sich an der Straße ein Hinweisschild: Zahnarztpraxis. Längst haben auch viele Wandlitzer diese Praxis entdeckt und besuchen sie als Patienten.  Hier arbeiten Dr. Gabriele Deutrich und ihr Sohn Dr. Uwe Deutrich, M.Sc. Mit ihm sprachen wir über die Zukunft der Zahnmedizin.

HK-J: Herr Dr. Deutrich, Sie tragen auch den Titel M.Sc. als Kürzel hinter ihrem Namen. Wofür steht dieses?
Dr. Deutrich: Es bedeutet Master of Science. Diesen Titel habe ich postgradual mit einem zweieinhalbjährigen Zusatzstudium erworben, und zwar für die Spezialisierung auf dem Gebiet der Implantologie.

Vor Jahren kannten wir ja nur Amalgamfüllungen und Brücken bzw. Prothesen. Welche Entwicklung gab es in den letzten Jahren bei der Entwicklung von Zahnersatz?
Nun, die früher angewandten Methoden und Materialien gibt es auch heute noch. Aber bedingt durch die Forschung und die Industrie, die hier einen großen Markt entdeckt hat, wurden völlig neue Materialien entwickelt und produziert, die uns Zahnärzten wesentlich mehr Möglichkeiten für die Erhaltung von Zähnen oder deren Neuaufbau bieten. Die heutigen Keramiken entsprechen in ihren Eigenschaften fast den natürlichen Zähnen, was Abrieb und Festigkeit angehen. Damit sind größere Füllungen und Restaurationen möglich. Somit kann man heute meist vollkommen metallfrei versorgen. Oftmals treten bei Metallen oder ihren Salzen Unverträglichkeiten auf. Teilweise deuten unschöne Ränder an alten Restaurationen und dunkel violett schimmerndes Zahnfleisch auf entzündliche Reaktionen hin. Das ist bei den keramischen Materialien weitgehend ausgeschlossen.

Möchten Sie eine Prognose wagen, wohin die Entwicklung gehen wird?
Ganz klar in die Richtung, dass die Patienten wesentlich länger ihre eigenen Zähne behalten und herausnehmbare Ersätze deutlich rückläufig werden. Falls dennoch nötig, können wir heute durch das Implantieren künstlicher Zahnwurzeln (die so genannten Implantate) fast immer einen fest sitzenden Zahnersatz ermöglichen.

Implantate sind aber doch wesentlich teurer als herkömmlicher Zahnersatz?
Das stimmt. Ein Implantat kostet mit Material und Honorar vom Operieren bis zur fertigen Versorgung etwa 2.000 Euro und ist damit meist teurer als eine Brücke. Das meiste davon sind zu 75 Prozent die Labor- und Materialleistungen. Das ist ja der Bereich, an dem die Industrie ihr Geschäftsfeld sieht. Für mich als Zahnarzt waren die Anfertigung und der Einsatz einer Brücke wirtschaftlich interessanter, weil ich daran pro Zeiteinheit mehr verdienen könnte. Trotzdem empfehle ich meinen Patienten immer ein Implantat, weil das einfach die bessere und richtige Therapie ist. Dabei habe ich natürlich auch einen großen Beratungsbedarf. Wenn ein Zahnarzt also ein Implantat empfiehlt, dann verfolgt er damit auch das Wohl des Patienten.

Es gibt aber ein Problem: Die Gesetzlichen Krankenkassen zahlen viele Leistungen nicht.
Das ist so, die GKV zahlt nur einen Festzuschuss, der sich an der jeweiligen Situation im Mund der Patienten orientiert. Wieder am Beispiel einer Zahnlücke könnte der finanzielle Unterschied für ein einzelnes Implantat mit Zahnkrone statt einer herkömmlichen Brücke bei zirka 800 Euro liegen.

Und das können sich die Patienten auch leisten?
Sicher nicht alle, allerdings geben inzwischen die allermeisten Patienten unserer Praxis für ihre Gesundheit und die besseren und haltbareren Therapien mehr Geld aus. Einige haben eben aus Kostengründen verzichten müssen. Deshalb kann ich empfehlen, eine private Zusatzversicherung abzuschließen. Dabei sollte man darauf achten, dass implantologische Leistungen nicht ausgeschlossen sind.

Eine letzte Frage: Führen Sie in Ihrer Gemeinschaftspraxis auch kieferorthopädische Behandlungen durch?
Wir haben ein weites Spektrum, welches neben der Zahnerhaltung auch Zahnersatz und sämtliche chirurgische Maßnahmen, wie auch die Parodontologie, also den Halteapparat der Zähne betrifft. Kieferorthopädische Behandlungen führen wir in unserer Praxis nicht durch. Hier haben wir spezialisierte Kollegen in unserem Netzwerk, an die wir die Patienten überweisen.

Wir bedanken uns für das Gespräch und nutzen die Gelegenheit, Ihnen und Ihrer Mutter zum Geschäftsjubiläum zu gratulieren. 20 Jahre zeugen von einer soliden Arbeit für die Patienten.
HK-J
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 29. September 2010 )
 
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