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Unternehmen vor Ort (Nr. 34) PDF Drucken
wolff_julius_mit-auto_1936-Ein Familienunternehmen mit Geschichte!
Alles begann in der Kirchstraße. 1935, noch vor dem 2. Weltkrieg, baute sich Julius Wolff ein Geschäft zum Verkauf und zur Reparatur von Fahrrädern auf. Er legte damit den Grundstein
eines Unternehmens in Wandlitz, das jetzt bereits in vierter Generation fortgeführt wird.
Geschäftstüchtig wurde der Handel mit Zweirädern durch „Vierräder“ der Marken Opel und DKW ergänzt. Zusätzlich lieferte eine kleine Tankstelle vor dem Haus der Familie den Automobilfahrern Benzin und sonstigen Autobedarf.
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde alles repariert, was die Menschen in der Gegend gerade fuhren und sich auf Grund der finanziellen Mittel leisten konnten, hauptsächlich jedoch Fahrräder. Es fehlte das Geld für den teuren Neukauf und den Betrieb von Kraftfahrzeugen. 1954 übernahm der gleichnamige Sohn der Familie die Firma und ergänzte sie durch ein Taxiunternehmen. 1968 erhielt Julius Wolff wieder die Möglichkeit, im Bereich der Reparatur von Kfz tätig zu werden und eröffnete eine Werkstatt für BARKAS-Kleintransporter.
Nach dem Tod des Geschäftsinhabers übernahm die Enkelin des Firmengründers gemeinsam mit ihrem Mann, dem Kraftfahrzeug-Meister Hans Golaszewski, die Geschäfte und führte diese über 16 Jahre mit großer Anerkennung weiter. Die Wende 1989 brachte für die Familie nicht nur grundlegende politische und geschäftliche Wandlungen, sondern auch familiäres Leid. Sohn Kai steht seiner Mutter nach dem Tod des Vaters als technischer Meister bis zum heutigen Tag zur Seite. Gemeinsam wurde an der B 109 ein Gebrauchtwarenhandel eröffnet, ein Grundstück erworben und die Voraussetzungen für die Errichtung eines neuen Autohauses geschaffen. Ein Vertrag mit Honda wurde geschlossen und noch im alten Dorfkern von Wandlitz weiter geführt. Nach der Heirat mit Hartmut Königsdörffer gründete die Familie der Inhaberin die Golaszewski & Königsdörffer OHG. 1996 gelang die Fertigstellung des neuen Honda-Autohauses an der Prenzlauer Chaussee in Wandlitz.
Ja, spätestens jetzt wissen Sie, über welches Unternehmen wir
werkstatt_heute-webberichten. Immerhin zieht sich die Geschäftstätigkeit der Familie bereits über einen Zeitraum von 75 Jahren. Immer wieder entschieden sich Familienangehörige, den Betrieb zu stärken und zu unterstützen. Dies ist vielleicht auch eine Besonderheit des Unternehmens.
Bei einem Badeurlaub am Balaton lernte der Urenkel Kai Golaszewski seine künftige Frau Diana kennen. 1997 wurde geheiratet und 2001 der gemeinsame Sohn geboren. Damit, so scheint es, kann die Firmentradition erfolgreich fortgesetzt werden. Die viele Jahre bei der international renommierten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft PWC tätige Diana Golaszewski entschloss sich, mit der Einschulung ihres Sohnes mehr Zeit vor Ort zu verbringen. Sie übernahm die Firmenbuchhaltung und die Verkaufsleitung der Firma und trat 2010 als geschäftsführende Gesellschafterin dem Unternehmen bei.
Neben einer interessanten Familiengeschichte hat das Autohaus aber noch einiges mehr zu bieten. In den vergangenen Jahren bildete die Firma nicht nur einen der besten Meister, sonder auch den besten Lehrling von Honda aus. Auch das ist ein Markenzeichen. Die Bindung der Angestellten an die Firma ist eng. Die Inhaber legen Wert darauf, dass die Angestellten eine hohe Qualifikation aufweisen und sich im Unternehmen wohl fühlen. Ein fester Mitarbeiterstamm wird von ihnen als unentbehrliche Grundlage für eine hohe Kundenzufriedenheit gesehen. Dass dieser Weg erfolgreich ist, beweist die Auszeichnung der Firma im vergangenen Jahr als eines der besten drei Honda-Autohäuser Deutschlands. Ihre erfolgreiche Geschäftstätigkeit verbindet die Familie auch mit Sponsoring im Wandlitzer Fußballbereich. Das Autohaus unterstützt den 1. FV Eintracht Wandlitz im Männer- und Nachwuchsbereich mit diversen Aktionen.
Was ist für die Zukunft geplant? Das Autohaus möchte sich auf dem angrenzenden Grundstück an der B 109 mit ergänzenden Lager-, Parkplatz- und weiteren Ausstellungsflächen vergrößern. Und der Generationswechsel innerhalb der Familie wird vorbereitet. Die Geschäftsführung wird in den kommenden Monaten auf die jüngere Generation übertragen. Aber es steht außer Frage, dass sich die „Senioren“ weiterhin für die Fortführung der Firma in kleinen oder großen Fragen engagieren werden: Ein oder das Rezept für die erfolgreiche Geschäftstätigkeit des Unternehmens!
Jana Radant
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 3. Februar 2011 )
 
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