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historischer Film zum 70. Jahrestag Drucken
Donnerstag, 6. November 2008 Aufrufe : 498

Am Donnerstag, dem 6. November um 17.00 Uhr im Kulturhaus „Goldener Löwe“ in Wandlitz wird der Film (1 Std.) zu Ehren von Elisabeth Schmitz und ihrem Lebenswerk gezeigt. Es ist eine Mischung aus filmischer Spannung, historischen Dokumenten und Interviews mit Zeitzeugen, Kirchenvertretern und Historikern.

Der amerikanische Pastor und Filmregisseur Steven D. Martin hat die Dokumentation gedreht und wird persönlich anwesend sein.

 

Der Bürgermeister der Gemeinde Wandlitz und die Geschichtswerkstatt Wandlitz laden zu dieser Veranstaltung, die das Gedenken an den 70. Jahrestag der sog. „Kristallnacht“ mit dem direkten Ortsbezug koppelt, recht herzlich ein.


70. Jahrestag der sog. „Kristallnacht“ – Wandlitz - und wer war
Elisabeth Schmitz? 

In diesem Jahr jährt sich die Nacht vom 9. auf 10. November 1938, die „Kristallnacht“ zum 70. Mal. In dieser Nacht des Pogroms brannten Gotteshäuser, die Synagogen waren das öffentliche Fanal für das was folgen sollte: der Völkermord am europäischen Judentum.

Wer als Jude galt, bestimmten die nationalsozialistischen Gesetze, der Straßenterror und der alltägliche Antisemitismus.

Damals herrschte mehrheitlich Schweigen oder gar heimliche Zustimmung. Nur wenige hatten die Einsichten und den Mut, die Verbrechen beim Namen zu nennen.

 

Die Berliner Studienrätin Elisabeth Schmitz (1893-1977) war eine dieser Wenigen.

1935 verfasste sie eine Denkschrift zur Judenverfolgung und sandte sie an zahlreiche kirchliche evangelische Stellen. Persönlich war der 9. November 1938 für E. Schmitz ihr letzter Unterrichtstag. Sie quittierte den Schuldienst, weil sie in ihren Fächern Religion, Deutsch und Geschichte nicht den Unterricht abhalten konnte, den das nationalsozialistische Regime einforderte. Sie half Juden und Verfolgten zur Emigration und leistete praktische Hilfe zur Abwehr von Übergriffen auf Menschen.

Im Dezember 1938 erwarb sie von ihrer jüdischen Freundin, die nach Argentinien emigrierte, ein Haus in Wandlitzsee, in der Ruhlsdorfer Straße. Dort fanden einige Verfolgte Unterschlupf, zuletzt Peter-Christian und Irma Loewenberg, sog.„nichtarische Christen“.

 

Wenn der evangelische Bischof Wolfgang Huber den 9. November nicht nur als Tag der Erinnerung an die Leiden der Opfer sieht, sondern auch „als einen Tag der Besinnung auf das mutige Zeugnis derer, die damals widersprochen haben“, so sollte auch an Elisabeth Schmitz erinnert werden.

 

Wer war diese mutige und fast vergessene Frau?


Dr. Claudia Schmid-Rathjen
Ortschronistin von Wandlitz
Arendseer Str.
16348 Wandlitz
Tel.: 0333 97 / 22 095
Fax: 0333 97 / 67 764
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