Wandlitz bleibt bunt! (Nr. 48)
bhf_wsee_w2-webUnter diesem Motto versammelten sich am Pfingstsonnabend vormittags rund 300 Wandlitzer vor dem Bahnhof Wandlitzsee. Erschienen waren zahlreiche Sänger der Chöre Kantorei Wandlitz, Jubilate, des Wandlitzer Gymnasiums und vom Gemischten Chor aus Schönwalde. bhf_wsee_w3-webGemeindevertreter, Mitarbeiter aus dem Rathaus, Mitglieder der evangelischen Gemeinde, des Runden Tisches der Toleranz und vom Bürgerverein Wandlitz e.V. waren erschienen. Auch der Landtagsabgeordnete Michael Luthardt war mit dabei, Bürgermeisterin Jana Radant sowieso. Und viele Kinder waren zu sehen. Gemeinsam sangen sie „Der Kuckuck und der Esel“, „Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider“, „We shall overcome“ und weitere Lieder.
bhf_wsee_w4-webWas war der Anlass für dieses lustige und farbenfrohe Treiben?
Die NPD – eine Partei, die längst verboten gehört – hatte eine Kundgebung angemeldet. Diese wurde ihnen auch höheren Ortes genehmigt. Gegen 11 Uhr fuhr ein LKW mit Hetzparolen gegen Asylbewerber und Ausländer vor. Im Schlepptau befanden sich etwa 15 Gestalten, die teilweise als Esel maskiert Aufstellung nahmen. Eine Frau hielt dann eine Rede. Das konnte man zumindest annehmen, ihr Mund bewegte sich, aber gehört oder gar verstanden hat sie keiner. Ihr Geschwafel ging im Pfeifkonzert der Wandlitzer unter. Unzählige Trillerpfeifen, Trompeten, Trommeln und andere Klangkörper sorgten dafür, dass der Auftritt dieser ewig Gestrigen ein Flop wurde.
Als dann das Häuflein Neonazis am Asylbewerberheim in der Bernauer
asylheim1-webChaussee auftauchte, um dort sein Programm noch einmal zu wiederholen, war die Wirkung noch geringer. Eine große Menschentraube, darunter auch Mitglieder des Bernauer Netzwerkes gegen rechts, war vor dem Heim erschienen, bildete einen symbolischen Schutzwall vor dem Gebäude, entrollte Transparente, hielt Schilder hoch und ließ die Worte der Hetzer in einer gewaltigen Geräuschkulisse untergehen.
asylheim_w2-web Schließlich zogen sie gegen 13 Uhr ab, begleitet von Sprechchören: „Haut ab!“ und „Nazis raus!“
 Alle, die dabei waren, zu ihnen gehörte auch Landrat Bodo Ihrke, waren stolz darauf, dass sie diesen Leuten in unserer Gemeinde keinen Millimeter Raum überlassen haben. Jeder nahm das Gefühl mit nach Hause, dass man viel erreichen kann, wenn man sich einig ist.
Die Polizisten, die obligatorisch für die „Einhaltung der Demokratie“ sorgen
asylheim3-websollten, waren auch voller Anerkennung über das kluge und wirksame Konzept der Wandlitzer. Sie brauchten an diesem Tag nicht weiter tätig zu werden und ersparten sich so selbst viel Ärger. Wir sind uns sicher, dass beim nächsten Versuch, in unserer schönen Gemeinde Hass und Intoleranz zu verbreiten, noch viel mehr Menschen Farbe bekennen werden:
Für Neonazis und Rassisten ist hier kein Platz!
HK-J
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 31. Mai 2013 )