Ablasszettel gegen UmweltsŁnden (Nr. 51)
Es ist schon erstaunlich wie sich Menschen vor den Karren des Geldes spannen lassen, um für Investoren neue Wege für deren Profit zu ebnen. Darüber sollte man in Ruhe mal nachdenken.
Ich bin nicht gegen die Schönheit und den Erhalt der Umwelt, erst recht nicht gegen das Energiesparen.
Wen interessiert es in Wirklichkeit? Beste Beispiele sind doch hier in unserer unmittelbaren Umgebung. Im Wald am Liepnitzsee sollen riesige Schneisen für die Errichtung von Windrädern geschlagen werden, deren Strom nicht mal transportiert werden kann oder hier in Brandenburg nicht gebraucht wird. Die Kiesgrube in Lanke frisst sich Stück für Stück durch den Wald und hinterlässt riesige Löcher. Der Wald wird gerodet, nicht weil es nachhaltige Pflege ist, sondern weil mit dem Holz hohe Erträge erzielt werden können. Und der Lärmschutz zur Autobahn, wie gesagt, wen interessiert es.
Die Photovoltaik-Industrie ist in Deutschland schon Geschichte. Von den Menschen, die produziert und montiert haben, spricht keiner mehr. Die Investoren sind alle noch da. Die zählen Ihr Geld, was den Bürgern u.a. mit den künstlich hohen Strompreisen aus der Tasche gezogen wird. Das Geld fehlt dann für Kindergärten, Bildung und zum Beseitigen der Schlaglöcher auf den Straßen.
Die Photovoltaik-Technik und die Windräder müssen dahin, wo sie hingehören, wo sie effektiv arbeiten können. Aber auf keinen Fall für diesen Zweck den Wald roden. Ich denke ein intakter Wald bringt mehr für die Umwelt als ein Windrad.
Und der Meeresspiegel steigt und steigt, seit dem der Spiegel 1986 auf seinem Titelblatt den Kölner Dom unter Wasser gesetzt hat. Seit dem ist weltweit ein Milliarden-Geschäft ins Rollen gekommen.
Schon in der Bibel ist nachzulesen, wie Angst für (Umwelt-) Sünden mit Umweltkatastrophen, damals hieß es Fegefeuer, geschürt wird. Ein Herr Tetzel hatte da eine praktische Lösung. Man konnte sich mit Geld davor entziehen. Man konnte sich mit einem Ablass freikaufen. Wie war das mit den Verschmutzungszertifikaten, die man kaufen kann!
Es ist heute problemlos möglich, den Energieverbrauch der Haushalte zu senken. So kann der Heizwärmeverbrauch im Altbau (Ein- und Zweifamilienhäuser) mit Solarthermie um 30 bis 40 Prozent und im Neubau um mehr als 60 Prozent gesenkt werden. Das ist Technik, die es seit mehr als 100 Jahren gibt. Es können heute nahezu autarke Häuser hergestellt werden. Dazu gehört natürlich auch Photovoltaik mit ihren angepassten Speichersystemen. Und warum wird das nicht gefördert, wenn so viel Interesse an den CO2- Einsparungen besteht? Einsparungen lassen sich eben schlecht verkaufen.
Energie einsparen, das konnten schon die „Alten“. Schauen Sie sich einfach alte Bauten aus der Geschichte an. Oder die Technologie alter Heizwerke. Die Physik ist immer die Gleiche. Einfach nachdenken und im Zusammenhang sehen, reicht da manchmal schon.
Übrigens, der Meeresspiegel schwankt in den Jahrtausenden um mehr als 100 Meter und in der Warm- und der kleinen Eiszeit im Mittelalter schwankten die Temperaturen um mehr als 4 Grad.
In diesem Sinne: Tun wir gemeinsam etwas, um sinnvoll Energie zu sparen, die Umwelt zu entlasten und die vorhandene Energie überlegt zu nutzen, denn die Sonne stellt keine Rechnung.
Detlef Golombowsky, Lanke