Neuer Schützenverein gegründet (Nr. 52)
Am 3. Januar 2012 fand in Wandlitz die Gründung eines neuen Schützenvereins statt. Damit besteht der kleine Verein der „ Freischützen Wandlitz“ nun schon das zweite Jahr. Alle neun Gründungsmitglieder stimmten damals darin überein, es sollte vieles besser werden als in uns bekannten Vereinen. Sicherlich ist das immer das Bestreben jeder Vereinsgründung, was sich dann in der realen Tagesarbeit als recht schwer darstellt, uns jedoch bislang eigentlich gelungen ist.
Gemeinsam wurde eifrig an der Ausrichtung des neuen Vereins gearbeitet. Nächtelange Diskussionen über Namensgebung, Symbolik des Emblems, sportliche Ausrichtung und Satzung folgten. Unser Anspruch war: Wir wollten frei sein von gar zu stark gängelnden Verpflichtungen, so z.B. niemals wieder die gesamte Vereinstätigkeit nur am Unterhalt eines Vereinshauses auszurichten. Daher der Name: „Freischützen“, auch in Anlehnung der Freischützentradition der Schweiz, denn dort sind diese von den strengen militärischen Übungsforderungen befreit. Natürlich haben wir uns an das deutsche Vereinsrecht gehalten, aber auf dem Boden desselben gibt es genug Spielraum. Die gewählten Waffendarstellungen im Emblem sind ein klassisches Vorderlader-Scheibengewehr, eine preußische Kavallerie-Steinschlosspistole und ein Schwarzpulver-Revolver als Sinnbild der Verbindung von Tradition und Moderne.
Klein in der Menge der Mitglieder wollten wir bleiben, klein aber fein. Bisher sind wir 18 eingetragene Mitglieder, das jüngste Mitglied ist Jahrgang 1983 und das älteste Mitglied Jahrgang 1941, auch fünf Frauen sind Mitglied bei uns Freischützen.
Wandlitzer Schützenvereinsmitglieder waren früher schon gut organisiert, solide und bodenständig. Dem eifern wir nach, aber nicht um der Sache willen, sondern mit Begeisterung für traditionelle Schießsportdisziplinen. Getreu dem Leitspruch: „Tradition ist nicht die Bewahrung der Asche, sondern der Erhalt des Feuers.“ Auf einem der wenigen Fotos vom allerersten Wandlitzer Schützenverein sind zumeist Schützen mit Scheibenbüchsen zu sehen. Leider ist das Originalbild nicht in unserem Besitz, auch nicht die alte Vereinsfahne, sondern diese befindet sich im Wandlitzer Heimatmuseum. Dort gehören solch wichtige Zeitzeugen auch hin.
Wir folgen der alten Tradition mit reger Übungstätigkeit sowie auch der Teilnahme an Wettkämpfen. Natürlich werden auch moderne Disziplinen wie Trap, Freie Pistole, Großkaliber-Revolver, KK-Pistole und KK-Gewehr sowie Ordonnanzgewehr geschossen. Je nachdem, wie die Möglichkeiten der für uns nutz- und erreichbaren Schießstände sind, auf denen wir schießen, denn einen eigenen Stand betreiben wir nicht.
Meist sind aber alle Mitglieder, welche den sogenannten „Schwarzpulverschein“ besitzen, im Bedarfsfall einer Veranstaltung beim Schwarzpulverschiessen an sich gut beschäftigt. Größter Auftritt mit unserem Geschütz war das Landesböllertreffen in Bernau 2012. Alle Möglichkeiten zur Darstellung der Fähigkeiten und zum Gehör kamen zu unserem ersten eigenen Schützenfest im August 2013 in Wandlitz.
Unsere frisch geweihte Vereinsfahne ist ein Gemeinschaftsprojekt und das Ergebnis soliden Wirtschaftens im ersten Bestandsjahr des Vereins. Eine historische Fahnenspitze war das erste Teil, welches wir hatten. Dann wurde eine Fahne entworfen, geplant und gerechnet und dann zusammengelegt, um die Auftragsarbeit bezahlen zu können. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Andreas Pawandenat 2. Vorsitzender
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 30. Januar 2014 )