Neujahrswanderung im Liepnitzwald voller Erfolg (Nr. 52)
Gemeinsam haben rund 400 Naturfreunde mit Ihren Kindern und Enkelkindern diesmal ohne Regen eine tolle Neujahrswanderung im Gebiet des geplanten WEG „Wandlitz" im Wald am Liepnitzsee absolviert. sammeln_treff_webBesonders durch die vielen auch von sehr fern angereisten Weggefährten, haben wir Zuspruch und Anerkennung für den kompromisslosen Widerspruch gegen die Einrichtung einer Energieindustriezone auf wertvollem klimawirksamen Laubmischwald erleben dürfen. So wenige Monate vor den Brandenburger Kommunalwahlen war es wichtig für die Bürgermeisterin und drei der anwesenden Gemeinderäte aus Wandlitz zu erkennen: Wir haben uns gemausert, sind schon lange nicht mehr das kleine Häuflein mit seiner Forderung: Hände weg vom Liepnitzwald!
Besonders erfreulich war, dass sehr viele junge Menschen sich an diesem kühlen Sonntagvormittag zu Ihren Eltern hinzu gesellt und einige sogar aus eigenem Antrieb sich in diesen Protestmarsch eingereiht haben. Das ist bei solch einem naturpolitischen Marsch bisher auch für Wandlitz nicht alltäglich. Es ist ein hoffnungsfrohes Zeichen des Aufbruchs und insbesondere die Bestätigung der Anerkennung der schon über drei Jahre andauernden Aufklärungsarbeit der Aktivgruppe der Wandlitzer Bürgerinitiative „Hände weg vom Liepnitzwald“. Es beweist zudem nachdrücklich, dass es sich um eine Herzensangelegenheit von grundlegender Bedeutung bei allen Bevölkerungsschichten der Region handelt. Es bleibt das oberste Ziel dieser Gemeinschaft, diesen wundervollen Wald, dieses Naturidyll am Liepnitzsee als Erholungsort und Refugium stimmungsvoller Naturerlebnisse dauerhaft und unversehrt für alle Menschen über Generationen hinweg zu erhalten.
Unser heutiges Anliegen ist es jedoch, nicht nur allen Mitwirkenden und Teilnehmern den Dank für die Unterstützung der auf fast das Vierfache des Vorjahrswertes angewachsenen Wanderschar kund zutun, sondern Sie gleichfalls darum zu bitten, nicht nachzulassen im Abwehrkampf gegen die Ausweisung eines Windeignungsgebietes am Liepnitzsee. Es ist noch längst nichts entschieden, aber eben auch noch nichts gewonnen, so dass eine kritische Wachsamkeit auch bei den anstehenden Gremiensitzungen der Orts- und Gemeinderäte, des Bau- und Hauptausschusses der Gemeinde gegenüber allen Parteien geboten ist. Eine der häufigsten Fragen indes war: Wann bekommen wir auf unsere fast 1.000 Einwendungen zur Erstfassung des überarbeiteten Entwurfs des Regionalplans eine fachlich fundierte Antwort?
Diese Frage wurde von mir vor vier Wochen auch Frau Henze mit Grüßen zur Weihnachtszeit übermittelt. Man sollte meinen, es wäre trotz Feiertagsurlaub genug Zeit gewesen, zumindest einen Zwischenbescheid zu erhalten, doch weit gefehlt. Es gibt bisher keine Reaktion von Seiten der Chefin der Regionalplanung Uckermark-Barnim. Wir haben daher unsere Bürgermeisterin Jana Radant um „Amtshilfe" gebeten. Immerhin ist es erklärte Politik des neuen SPD Ministerpräsidenten Dietmar Woidke, mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung gerade auch in den Planungsprozess der so heftig in die Kritik geratenen Energiepolitik zu bringen.
Voller Zuversicht und auf Ihre weitere Unterstützung auch im Jahr 2014 bauend grüßt Sie
Hans Jürgen Klemm, www.pro-liepnitzwald.de
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 31. Januar 2014 )