Karibu in Klosterfelde (Nr. 70)
logo-grngrnNein, Karibu ist nicht die Abkürzung für Karl-Richard Busse. Karibu ist die indianische Bezeichnung für Rentiere und so ziert auch das Firmenlogo ein Rentierkopf. Seit einem guten Jahr ist die Firma nunmehr in Klosterfelde ansässig, in der Beusterstraße auf einem Gelände des früheren Heizwerkes. Wer sich zufällig hierher verirrt, wird mit Erstaunen feststellen, dass an diesem bislang eher tristen Ort ein ziemlich großer Betrieb entstanden ist. Auf 40.000 Quadratmetern lagern Berge von eingeschweißten Paletten, in riesigen Hallen türmen sich Bretter. Und in einem ziemlich großen Bereich sind zahlreiche Arbeiter damit beschäftigt, die Bretter nach Maß zuzuschneiden, teilweise zusammenzufügen und wiederum auf Paletten zu verladen. Hier werden Saunakabinen vorgefertigt, die dann im Baukastensystem durch die Kunden aufgebaut werden können. Die Produktion der Saunakabinen erfolgt allerdings nur in den Wintermonaten. In der übrigen Zeit entstehen nach dem gleichen Prinzip Gartenhäuser, in allen nur denkbaren Größen, Ausführungen und für die verschiedensten Ansprüche.
Die Firma Karibu beschäftigt in Klosterfelde 80 Mitarbeiter. Weitere 20 Mitarbeiter werden dringend gesucht (siehe Anzeige Rückseite). Die Holzindu
strie hat also in Klosterfelde wieder Fuß gefasst, wenn auch die Anzahl der Arbeitsplätze aus früheren Zeiten nicht mehr erreicht wird. Aber das hat seine eigene Dynamik.
Die Firma Karibu ist der größte Hersteller von Saunakabinen für den privaten Bereic
karibu1h in Deutschland. Täglich verlassen in Klosterfelde 50 Bausätze den Betrieb, noch einmal so viele sind es in Bremen, wo der Stammsitz der Firma zuhause ist. Dort besteht das Unternehmen seit 1889 unter dem Namen Steinbrügge & Berninghausen „Karibu“, ursprünglich mit der Reparatur von Schiffen befasst. Doch die Zeiten ändern sich, unkaribu2d so produziert man seit vielen Jahren eben Saunakabinen und Gartenhäuser. Aber auch Carports, Kinderspielgeräte, Terrassenüberdachungen und Pools gehören inzwischen zum Produktionsprogramm.
Bereits 1992 gründete man eine Niederlassung in Bernau. Doch da produzierte man auf Pachtland, das sich in einem Wohngebiet befand, auf Dauer keine guten Bedingungen. Also nutzte man die Möglichkeit, hier in Klosterfelde die Produktionsfläche zu kaufen und den Betrieb hierher zu verlegen.
Betriebsleiter ist Peter Foß. Er kommt nicht aus dem Holzgewerbe. Aber darum geht es auch nicht vordergründig. Viel wichtiger ist die Organisation der Produktion, des kontinuierlichen Nachschubs an Holz in der notwendigen Qualität und die Aufrechterhaltung der Serienproduktion. Bei dem Durchlauf kann sich keiner Produktionsstockungen leisten.
Verarbeitet werden zum größten Teil Fichten, Kiefern, Douglasien und Espen. Tropenholz ist nicht im Programm. Karibu ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb und nun in Klosterfelde der größte Arbeitgeber.
Horst Schumann
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 3. Februar 2017 )