Friedensbrücke-Kriegsopfehilfe e.V. (Nr. 73)
мост мира - www.fbko.org
Ich heiße Raisa Zartdanovna Gerasimova und bin Projektleiterin des deutschen Vereins „Friedensbrücke- Kriegsopferhilfe e.V.". Ich möchte allen Menschen in Deutschland, denen unser Schicksal nicht gleichgültig raisa-viktorist sagen, dass wir, die Einwohner des Donbass, Bürger der Donezker Volksrepublik, leben!
Wir leben deshalb, weil wir nie aufgehört haben für unser Leben in unserer Heimat zu kämpfen, dafür dass die Bandera-Schergen niemals unsere heimatliche Erde betreten, dass der Faschismus, gegen den unsere Väter und Großväter nach schweren Kämpfen siegten, hierher zurückkehrt. Aber wir haben diese braune Pest nicht endgültig besiegt, es gibt sie noch. Ich möchte dem russischen Volk und allen in Deutschland danken, die verstehen, dass wir gebildeten, talentierten Menschen leben.
Ja, wir leben und kämpfen für unsere Unabhängigkeit. In den Jahren 2014 und 2015, als wir hungerten und froren, seid ihr uns zu Hilfe gekommen! Ihr habt uns die helfende Hand gereicht und dafür gesorgt, dass wir uns nicht allein gelassen fühlen. Ja, wir hatten es schwer, aber wir haben niemals vergessen, dass wir vor allem Menschen sind und in den schlimmsten Tagen fuhren die talentierten Künstler unseres Kulturhauses an die Front, um unsere Volkswehr zu unterstützen. Aus den letzten Krümeln haben wir warmes Essen zubereitet und es den Kämpfer gebracht. Und wir haben damals nicht ans Essen gedacht, das war für uns nicht das Wichtigste. Wir leben doch nicht, um zu essen, sondern essen, um zu leben. Und es irren all jene, die glauben, dass geistige Speise geringer ist, als das, was auf die Teller kommt! Ja, wir haben gehungert, aber wir haben uns immer bemüht, denen zu geben, die mehr brauchten. Und als wir uns im Kulturhaus „Komsomolez" versammelten, wir haben damals während des ununterbrochenen Beschusses durch die ukrainische Junta dort im Keller gelebt und sind nur vor die Tür gegangen, um am Lagerfeuer zu kochen.
Das Kulturhaus wurde für uns zum Tempel, so wie eine Kirche, in der unser Leben bewahrt blieb, das Leben unserer kleinen Kinder, die noch niemals jemandem etwas Böses getan hatten. Und jetzt ist dieser Tempel, unser Lebensretter, zerstört. Das Dach wurde durch Granaten zerstört. Gott sei Dank gibt es solche Menschen wie Liane, Friederike, Falko und Peter, die zu uns in den Donbass kamen, die unser Unglück vor Ort erlebten. Sie verstanden, dass Frieden, unser Frieden wichtiger ist, als ein voller Bauch. Natürlich kann man alles auf später verschieben, man kann die Lieder und die Musik vergessen, aber dann vergessen wir unsere Kinder, wir vergessen, dass wir nach dem Krieg den Veteranen gratulieren, wir vergessen unsere Menschen. Im Namen aller Einwohner von Gorlovka, der Einwohner des Stadtbezirkes Nikitovka, danken wir Euch für Eure Hilfe, für Eure guten Herzen, für Euer Verständnis. Und so Gott will und es ist Frieden, begrüßen wir Euch in unserem mit eurer Hilfe reparierten Kulturhaus, in den Kindergärten, für die wir mit Eurer Hilfe Spielzeug kaufen konnten, Süßigkeiten und Obst. Wie haben sich die Erzieher über die Staubsauger, Bügeleisen und die Handtücher für die Kindergärten gefreut! Und wir zeigen Euch, wie schön und gemütlich die Zimmer für unsere Waisenkinder mit Behinderung in der Berufsschule geworden sind. Danke, dass Ihr so schnell geholfen habt, unsere Kinder, die unter ständigem Beschuss lebten, nach Rostov ins Lager „Pionier" zu evakuieren. Noch als sie schon dort waren, zitterten unsere Kinder, wenn Feuerwerk war oder friedliche Passagierflugzeuge über das Lager flogen. Aber dann, nachdem sie sich ein wenig erholt hatten, begannen sie wieder, mit bunten Farben zu malen. Möge es in Eurer Welt niemals schlaflose Nächte geben und schwarze Himmel durch brennende Häuser. Möget ihr nie getötete Kinder und die über deren leblosen Körpern weinenden Mütter erleben müssen. Wir werden Eure Hilfe niemals vergessen und so Gott will, können wir euch etwas davon zurück geben.
Hochachtungsvoll,
Eure Volontäre aus Gorlovka, Raisa und Viktor Gerasimova.

Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V.
IBAN: DE56 1009 0000 2582 7930 02, BIC: BEVODEBB
Kennwort: „Kalinka“ Weitere Informationen finden Sie auf: www.fbko.org
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 3. August 2017 )