Nachtrag zur NEB (Nr. 75)
ich blättere gern das Heidekraut Journal durch und finde Ihren etwas anderen Blickwinkel als den der Gemeindezeitung bisweilen sehr interessant. Bei dem Artikel über den Ortsteil Basdorf im Heft 73 sind mir jedoch einige Fehlinformationen aufgefallen, die ich gern richtig stellen möchte.
Zu Beginn des zweiten Absatzes wird über die Heidekrautbahn berichtet. Nur zu diesem Teil kann ich mich äußern.
Die Reinickendorf - Liebenwalde - Groß Schönebecker Eisenbahn AG nahm am 21. Mai 1901 den Betrieb auf. Die Strecke wurde also nicht erst 1905 errichtet.
Der Name der Gesellschaft setzte sich aus den damaligen Endpunkten des Eisenbahnnetzes zusammen. Der südliche Endpunkt der Bahn in Reinickendorf wurde erst am 1.Oktober 1920 im Rahmen der Bildung von Groß Berlin nach Berlin integriert.
Die Strecke zum Haltepunkt Schmachtenhagen wurde erst am 6. Mai 1950 von der Deutschen Reichsbahn für die Umfahrung der Westsektoren von Berlin in Betrieb genommen. Der jetzige Haltepunkt Schmachtenhagen entstand nach dem Kauf der Strecke durch die NEB von der DB AG im Jahr 2001.
Zwischen Alt-Basdorf und Schönwalde entstand der betriebliche Mittelpunkt der Bahn mit einem Abzweigbahnhof und einer Bahnwerkstatt mit Lokschuppen. Geregelt wird der Zugverkehr in Richtung Berlin, Groß Schönebeck und Liebenwalde. Weichen werden gestellt.
Im Heidekrautbahn-Museum im Bahnbetriebswerk Basdorf, gegenüber vom Bahnhof, kann dies gern alles nachgelesen werden.
Erwähnenswert wäre vielleicht noch, dass in Basdorf seit 1901 bis zur Gegenwart Dampflokomotiven gewartet und eingesetzt werden, lediglich zwischen 1975 und 1991 war ihr Feuer erloschen.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg mit dem Heidekraut Journal.
Berliner Eisenbahnfreunde e.V., Kurt Tatzel, Vorsitzender
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 29. November 2017 )