Miteinander, statt Nebeneinander in Wandlitz (Nr. 82)
Bei dem Thema Sport werden Aktivitäten von Menschen mit und ohne Handicap meist getrennt voneinander wahrgenommen.
Warum ist das so?
Auch Menschen mit einer Beeinträchtigung sind zu sportlichen Höchstleistungen fähig. Große Aufmerksamkeit gibt es für die Paralympics oder der Para-Leichtathletik 
in Berlin.
So hoch wollen wir aber erst mal nicht hinaus. Es geht uns um den Breitensport in unserer Großgemeinde. Auch Menschen mit einer Beeinträchtigung wollen nicht nur in Behindertensportvereinen Mitglied sein, sondern so wie jeder andere Mensch auch, in einem ganz normalen Sportverein mitmachen, dort trainieren, Spaß haben, soziale Kontakte knüpfen und vielleicht auch so manches Vorurteil abbauen.
Mut haben, etwas Neues ausprobieren, einfach mal „Ja-Sagen“, das hat unser Fußballverein in Wandlitz gemacht. Seit gut einem Jahr trainiert der Zehnjährige M., der eine Beeinträchtigung hat, dort. Das es nicht einfach werden wird, war allen Beteiligten klar, aber es funktioniert gut. M. fühlt sich anerkannt, sein Selbstbewusstsein ist gewachsen und er hat Spaß. Gelebte Inklusion.
Wir, die Arbeitsgemeinschaft „Leben ohne Barrieren“ haben 11 Sportvereine angeschrieben, sie zu unseren Sitzungen eingeladen. Wir wollten sie sensibilisieren, Hinweise geben, helfen Hürden abzubauen. Bis auf den Kegelverein Klosterfelde, der sich offen für unser Anliegen zeigte, gab es keine Rückmeldungen.
Dass nicht alle Sportvereine sofort bereit sind ihre Türen weit zu öffnen, ist klar, aber sich zu informieren, nachzufragen und zu überlegen, was ist möglich, das wäre wahrer Sportsgeist.
Unsere Gemeinde unterstützt die Sportvereine finanziell, sollten sie da nicht offen für alle Menschen der Gemeinde sein?
Auch können durch die Kampagne „Inklusion durch Sport“ Anträge auf Förderung von Weiterbildungen von Trainern auf dem Gebiet des inklusiven Sports gestellt werden.
Ein ausgebildeter Trainer im inklusiven Sport und das in Wandlitz – das wäre toll.
Vielleicht erreicht unser Artikel den einen oder anderen Sportverein, regt zum Nachdenken an und wir kommen ins Gespräch.

Kontakt
über Frau Ilka Paulikat, Leiterin des Ordnungsamtes,
Telefon: 033397 66-452, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können oder
direkt zu unseren Treffen: jeden 2. Mittwoch im Monat, 17.30 Uhr im Jugendclub in Basdorf.

Auch über neue Mitstreiter freuen wir uns!
Andrea Schneider, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Leben ohne Barrieren"
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 31. Januar 2019 )