Zu einigen aktuellen Vorhaben (Nr. 84)
Ein Schwimmbad wäre schön, da sind wir uns alle einig. Aber man könnte auch Ideen entwickeln, wie der Nachwuchs schwimmen lernen kann, solange wir kein Schwimmbad haben.
Dazu eine kleine Anregung: Wie haben zahlreiche Kinder in DDR-Zeiten schwimmen gelernt? Ganz einfach: In den Sommerferien gab es
Schwimmlager, so eine Art Ferienlager mit Schwimmunterricht. Da haben es viele Kinder (wahrscheinlich sogar die meisten) im Verlauf von drei Wochen geschafft, mit Hilfe von Übungsleitern schwimmen zu lernen.
Seen haben wir ja genug, und um den Rest könnte sich die Gemeinde oder ein anderer Träger kümmern. Vieles ist zwar komplizierter als früher (z.B. versicherungstechnisch), aber wo ein Wille ist, ist vielleicht auch ein Weg.
Also: ja zur Schwimmhalle (wenn auch Vorsicht geboten ist - siehe Werder an der Havel), aber man kann ja das Eine tun, ohne das Andere zu lassen und muss nicht bis zur Fertigstellung einer Halle warten.
Zur geplanten Wiedereröffnung der Stammstrecke der Heidekrautbahn habe ich einige Anmerkungen. Die Wiedereröffnung ist zwar löblich, um möglichst viele Pendler im Einzugsgebiet zum Umsteigen auf den ÖPNV zu bewegen. Ich bezweifle aber, dass alles so perfekt sein wird, wie es dargestellt wird.
Wie viel die Stammstrecke den Anwohnern zwischen Basdorf und Wilhelmsruh wirklich bringen kann, muss sich zeigen. Schließlich hat die gegenwärtige Verbindung über Karow bis Gesundbrunnen nur drei Haltstellen (Schönwalde, Schönerlinde, Gesundbrunnen), während die alte Stammstrecke deren sieben haben wird (Wilhelmsruh, PankowPark, Wilhelmsruher Damm, Blankenfelde, Mühlenbeck und Schönwalde West plus Gesundbrunnen). Kürzer als über Karow ist die Stammstrecke auch nicht. Also: Mehr Halte = längere Fahrzeit. Hinzu kommt das (zunächst wohl für einige Jahre) wenig komfortable Umsteigen in Wilhelmsruh. Außerdem werden sich auch nicht alle über noch mehr Tagesausflügler freuen.
Joachim Stöhr