Schaden uns Feuerlöscher und Holzfeuerungen? (Nr. 85)
Ein paar Bemerkungen zu „Vorwärts zu neuen Erkenntnissen“, Heidekraut Journal Nr. 84.
Die EU will uns CO2-Feuerlöscher verbieten?! Eine Landtagsabgeordnete der regierenden SPD hält Holzheizungen für umweltschädlich! Als ich das las, habe ich mir ungläubig die Augen gerieben. Wir erinnern uns: Seit Jahren erzählt man uns, dass Heizungsanlagen, die Holz verbrennen, klimaneutral arbeiten. Holz ist ja ein nachwachsender Brennstoff! Stimmt das nun nicht mehr – oder war es von Anfang an nicht ganz richtig? Erinnern wir uns: Vor mehr als 15 Jahren wurde mit diesem Argument im Eberswalder Hafen ein sogenanntes Biomassekraftwerk errichtet. Das sollte aus Abfall- und Abrissholz Strom und Wärme erzeugen. Das tut es auch, nur wird kein Abfallholz sondern überwiegend wertvolles Stammholz verbrannt und die Wärme wird nur zu einem geringen Anteil genutzt. Ergebnis: ein Wirkungsgrad kleiner als 30 Prozent. Diese Anlage – sie hieß damals HOKAWE, heute HEIZ 1 – war nach wenigen Jahren insolvent. Die Insolvenzmasse wollte der Landrat (SPD) als Herzstück kreiseigener Energiewerke für sieben Millionen Euro kaufen. Dieses Vorhaben scheiterte daran, dass er als neuer Betreiber für den Brennstoff hätte Marktpreise bezahlen müssen. Stattdessen bezahlen wir jetzt aus dem Kreishaushalt mehrere hunderttausend Euro pro Jahr an Gehältern für Leute, die nicht wirklich arbeiten können weil sie weder über die Holzverbrennung noch sonstige Energieanlagen verfügen und nur sehr geringe eigene Einnahmen etwa aus Beratungsleistungen haben. Dass es widersinnig ist, einen Klimakiller wie HEIZ 1 mit so geringer Effizienz überhaupt am Leben zu erhalten, das haben der Landrat und seine bestellten Gutachter immer bestritten. Wenn jetzt die SPD gelernt hat, dass eine Holzverbrennung dieser Art umweltschädlich ist, dann hat der neue Landrat sicher unsere Unterstützung bei der Stilllegung dieser Anlage. Es wird Zeit! Natürlich ist es ein Unterschied, ob es sich eine Familie mit trockenem Scheitholz am warmen Kamin gemütlich macht, ob eine Gebäudeverwaltung oder ein Gewerbebetrieb eine moderne Holzpelletheizung betreibt oder ob frisches Stammholz, das erst aufwendig getrocknet werden muss, in solchen Größenordnungen wie bei HEIZ 1 verbrannt wird. Ich lasse mir meinen Kamin nicht schlecht reden, auch wenn er nicht wirklich klimaneutral arbeitet. Die Alternative – Gas oder Öl – kostet immerhin echt fossile Energie, die nicht nachwächst.
Ein Feuerlöscher wird nur eingesetzt wenn es darum geht, größeren Schaden zu vermeiden. Wenn es brennt, dann gibt es Sachschaden, es entsteht sehr viel CO2 und es wird sehr viel Sauerstoff verbraucht. Dagegen helfen Feuerlöscher! Hier wird CO2 sinnvoll eingesetzt. Aber vielleicht ist das geplante Verbot der Feuerlöscher ja nur ein schlecht verstecktes Wirtschaftsförderungsprogramm. Schließlich wollen die wegen fehlender Feuerlöscher dann größeren Brand- und Wasserschäden, zum Teil als Versicherungsleistungen, behoben werden. Das schafft Arbeitsplätze, die Wirtschaft wird angekurbelt und so nebenbei steigen die Versicherungsprämien. Darüber sollten wir vielleicht einmal nachdenken! So kann man diesem Unsinn vielleicht sogar eine „gute Seite“ abgewinnen!
Johannes Madeja