Hilfe für Hunde in der Karibik (Nr. 11)
Hilfe für Hunde in der Karibik
BELLO INN hilft

Das hört sich exotisch an und ist sicher auch ziemlich fragwürdig. Denn Hunde, die Hilfe benötigen, die gibt es hier im eigenen Land ebenso. Trotzdem 
gibt es sie, die Hilfe für Straßenhunde auf der kleinen Karibik- Insel Tobago. Maisie
Wie kam es dazu? Wir, meine Tochter, ihr kleiner Sohn, eine Trainerin vom Bello Inn und ich wollten Urlaub machen. Empfohlen wurde uns eine Reise auf die kleine Karibikinsel Tobago.
Und damit begann das, was wir uns eigentlich ersparen wollten. Schon am ersten Tag sahen wir sie – Hunde, abgemagert, mit extremen Hautproblemen. Hunde in kleinen Rudeln, oft mit winzigen, völlig unterernährten Welpen.Von diesem Moment an interessierten wir uns für den Umgang der dort lebenden Menschen mit ihren Tieren. Und das war sehr interessant. Ein Hund zählt bei den meisten Menschen weniger als eine Ratte. Das Leben eines Hundes ist einfach nichts wert – oder noch schlimmer – ein Hund wird betrachtet als unnützer Fresser. Entsprechend wird mit diesem Tier umgegangen. Das ist umso erstaunlicher, weil die dortige Bevölkerung im Gegensatz zu anderen Entwicklungsländern nicht an Hunger und Entbehrung leidet. Die Menschen auf Tobago sind gut genährt, gut gekleidet und besonders für die Kinder wird sehr viel getan. Aber für die Hunde hat man nichts übrig.
Wir begannen darüber mit unterschiedlichen Menschen auf Tobago zu sprechen. So lernten wir auch das Tierheim kennen und sahen Bemühungen vor Ort, Hunden und Katzen zu helfen. Die Zustände im Tierheim waren außergewöhnlich katastrophal. Die Hunde sitzen in kleinen Käfigen und kommen da nie heraus. Und da setzten wir an. Seit 2004 sind wir zweimal im Jahr auf Tobago gewesen und haben die Mitarbeiter geschult, wie Hundegruppen zusammengestellt werden, die dann als Spielgruppen den vorhandenen Auslauf nutzen können. Allein diese Arbeit ist
Molly faszinierend, aufregend und körperlich sehr anstrengend. Diese Hunde kannten keine Wiese und haben durch das lange, eingesperrte Leben kaum Muskulatur aufgebaut. Das bedeutet, wenn sie anfangen zu rennen, dann sind sie oft nicht in der Lage ihre vier Beine zu koordinieren. Man muss sich das so vorstellen, dass sie voller Freude und Neugier loslaufen. Die Hinterpfoten sind schneller als die Vorderpfoten und somit überschlagen sie sich gleich zwei-, dreimal hintereinander. Das sieht zwar manchmal sehr witzig aus, ist allerdings nicht ungefährlich.
Neben dieser Hilfe im Tierheim war unser Ziel, an die Behörden heranzutreten und vorzuschlagen, die Straßenhunde zu kastrieren und Aufklärungsarbeit in den gut organisierten Schulen vorzunehmen. Dazu bedarf es allerdings Menschen, die auch vor Ort leben. Wir haben hier erste Erfolge erreicht. Zwei auf Tobago lebende Deutsche sind im Vorstand des Tierheimes tätig und der Gesamtvorstand verfolgt genau dieses Ziel. Wir vom Bello Inn unterstützen mit viel Fachwissen die tägliche Arbeit.Zweimal im Jahr sind wir vor Ort und schulen die Mitarbeiter des Tierheimes in der praktischen Umsetzung.Wir – das sind die Inhaber des Hundezentrums Bello Inn, vor den Toren Berlins. Und wir nutzen unseren Urlaub für die Hilfe für Tiere auf Tobago.
Fünf Hunde sind mit uns nach Deutschland gereist ! Und diese wunderschönen Vierbeiner suchen Menschen, um deren tägliches Leben zu bereichern!
Ines-Ellen Tumovec-Melzer, Bernau
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 6. April 2007 )