„Danke, Männer!“ (Nr. 12)
„Danke, Männer!“
Massenhaft Gerümpel aus Naturschutzgebiet geholt 

Wer am Ortseingang Zühlsdorf in die Neue Straße einbiegt (früheres Bramo-Gelände), findet auf der rechten Seite einen ehemaligen 
Feuerlöschteich, der noch aus den 40er Jahren stammt. Über die Jahrzehnte hat sich dort ein eigenwilliges Biotop entwickelt.
Hier leben noch Frösche und Kröten, Blesshühner, zwei Sumpfschildkröten, Teichhühner mit ihren roten Schnäbeln. Kreuzotter und Ringelnatter wurden angetroffen und Fischreiher und Bussard gesehen. Ein Schutzgebiet von besonderem Charakter.
In diesen Löschteich und auf seine Böschungen warfen gewissenlose Menschen in den letzten Jahren Gerümpel und Bauabfälle.Man wundert sich, dass es dort überhaupt noch Leben gibt.
Dabei könnte er ein schöner Ort der Erbauung und Erholung sein.
Drei Männer aus Zühlsdorf ärgerten sich schon seit Jahren über diese Zustände und griffen nun Anfang Mai beherzt zu:
Klaus Jochinke, früher Sportlehrer,Wolfgang Hofmann, ehemals Trockenbauer, und Fritz Tschirschky, früher Möbeltischler und heute Sommer-Zühlsdorfer, holten mit Enterhaken, Seilen und Rechen innerhalb von zwei Tagen folgenden Unrat aus dem Wasser und dem Unterholz der Böschungen:
Über 20 Autoreifen, Gläser, Geschirr, Teile von Einbauküchen, Kunststoffabfälle, einen Kühlschrank, zwei Fernsehapparate,Weihnachtsbaumschmuck, zwei Sprungfedermatratzen, fünf blaue Säcke mit Zementsäcken, drei Klo-Schüsseln, Damenschuhe, Dachpappenreste, Flaschen und Glasbruch aus einer Gaststätte…
Die seit kurzem auf dem Bramo-Gelände ansässige Zühlsdorfer Recyclingfirma Hoffman stellte kostenlos einen Sperrmüll-Container zur Verfügung und brachte am Ende sogar eine große Ladung Erde zur Planierung und Neu-Aussaat der Böschung.
Danke für den Einstand, Herr Hoffmann!
Wer brachte das Gerümpel hierher? Viele sagen, dass öfter an dieser abgelegenen Stelle fremde Lieferwagen im Dunkeln hielten und durch Abkippen „entsorgten“.
Gewissenlose Landsleute, denen nun das üble Handwerk gelegt werden wird.
Die Bevölkerung ist sensibilisiert. Die polizeilichen Kennzeichen der Täterfahrzeuge werden umgehend der Polizei gemeldet und die Umweltvergehen im Schnellverfahren geahndet.
Schilder mit der Eule auf gelbem Grund werden künftig das Gelände markieren.
Klaus Flemming, Zühlsdorf
Letzte Aktualisierung ( Montag, 28. Mai 2007 )