In Wandlitz Dorf wird man fündig (Nr. 35)
Im Februar suchten Archäologen nach den Schätzen der Vergangenheit. Dort, wo eines Tages das Agrarmuseum neu erbaut werden soll – in der Breitscheidstraße neben der ehemaligen Grundschule – wurde fleißig gegraben. Bis auf die Fundamenttiefe des geplanten Gebäudes suchte man nach den Hinterlassenschaften der Slawen, die im 13. und 14. Jahrhundert an diesem Ort gesiedelt haben sollen. Es wurden alte Fundamente ausgegraben und dort Teile von Krügen und Tassen gefunden, die tatsächlich die Besiedlung dokumentieren. Anhand von Vergleichsmustern lässt sich nachweisen, dass die Funde aus der angegebenen Zeit stammen. Diese werden jetzt gereinigt, begutachtet und katalogisiert. Anschließend werden die Stücke an das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und das Archäologische Landesmuseum (www.bldam-brandenburg.de) in Wünsdorf bei Zossen überstellt. Die Ausgrabungen standen unter Leitung der Archäologin Frau Mistereck vom Archäologiebüro BNB in Berlin. Sie informierte ausführlich über die Funde. Auftraggeber der baubegleitenden archäologischen Untersuchungen war das Agrarmuseum Wandlitz.
Walter Sander
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 2. April 2011 )