Zühlsdorf: Malerei und Satire von hier (Nr. 36)
Die Zühlsdorfer freuten sich über „Gastspiele“ von draußen.
Am Sonnabend, 07. Ma
malschule2-webi, hatte die Malschule Stolzenhagen (Leitung: Manfred Zémsch) eine sehr erfolgreiche feierliche Einweihung  (Vernissage) ihrer Bildergalerie „Mein Brandenburg“ im Zühlsdorfer Mehrzweckraum.
Sieben Malschüler zeigten, was sie können. Alle sind Amateure mit viel Talent, von Beruf Lehrer, Rechtspfleger, Ing.-Ökonom. Andere sind im Ruhestand. Jetzt, da sie mehr Zeit für sich haben, möchten sie sich in ihrem Talent „austoben“ und freuen sich, wenn sie mit ihren Leistungen auf Leinwand und Karton öfter bei Meister Zémsch in Stolzenhagen vorbeikommen können, damit er ihnen Ratschläge zur Verbesserung oder ganz einfach Lob gibt. Dass sie alle nun im Zühlsdorfer Mehrzweckraum für zwei Monate ihre Bilder öffentlich aushängen können, ist für sie ein besonderes Erfolgserlebnis. Auch, dass zur Vernissage so viele Leute kamen, die Interesse an ihren Bildern zeigten, gab allen Aufwind für die nächste Zukunft. Die Ausstellung wird noch bis Ende Juni geöffnet sein.
Einen richtigen „Schenkelklopfer“ erlebten die Zühlsdorfer am Freitag, dem 13., im Mai.
C. U. Wiesner aus Klosterfelde war zu Gast mit seiner Ein-Mann-Show „Lachen und lachen lassen“. Der heute 80-Jährige war früher einer der Stamm-Autoren der Satire-Zeitschrift „Eulenspiegel“. Über C.U. (Claus Ulrich) Wiesner hatte das Heidekraut Journal in der Nr. 34 ein Porträt veröffentlicht. Im Gefolge dieser guten Zusammenarbeit ließ sich C.U. Wiesner überreden, eine „vorerst vorletzte“ Lesung in Zühlsdorf zu machen. Und er löste dabei eine Bombenstimmung aus, denn er las nicht die Texte, sondern er spielte sie.
Politische Satire, mit der man damals wie heute in alle Fettnäpfchen tritt, die herumstehen, ist immer unterhaltsam für die Zuschauer, doch ärgerlich für die Herrschenden. Aber Letztere waren nicht anwesend. Umso mehr amüsierten sich die Zuhörer bei Rotwein und Kerzenlicht im Zühlsdorfer Mehrzweckraum. Das Lachen des Abends war gratis, denn der Eintritt war frei. Danke, lieber C. U. Wiesner!
Klaus Flemming
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 2. Juni 2011 )